Handbuch

Der Weg vom leeren Formular zum Bericht, Schritt für Schritt. Für die Methode dahinter siehe Regelwerk und Methodik, für die Rechtsgrundlagen Grundlagen und Vorlagen.

Einstieg1. Eingabe2. Relevanzmatrix3. Massnahmen4. BerichtProjekte und offene PrüfpunkteHilfsmittelKonto, Abo und LimitsWas das Werkzeug nicht tut

Einstieg

Das UVP-Screening beantwortet in der frühen Projektphase drei Fragen: Untersteht das Vorhaben der Umweltverträglichkeitsprüfung? Welche der neun Schutzgüter sind am Standort relevant? Was gehört ins Pflichtenheft der Voruntersuchung? Es ersetzt keine Hauptuntersuchung durch ein Umweltbüro, aber es liefert die belegte Ausgangslage dafür.

Die Seitenleiste links ordnet alles: unter Arbeiten das Screening selbst, die eigenen Fälle und die offenen Prüfpunkte; unter Hilfsmittel Assistent, Rechtsprechung, Schwellenwerte und Kantone; unter Wissen die Erklärseiten, die rechts im Vorschaufenster aufgehen, ohne das laufende Screening zu verlassen; unter Verwaltung Word-Vorlage, Schnittstelle und Einstellungen. Die Leiste lässt sich mit dem Pfeil oben einklappen.

Ohne Konto sind alle Nachschlageseiten offen. Für ein Screening braucht es ein kostenloses Konto; wie viele Screenings pro Monat möglich sind, hängt vom Plan ab (siehe Konto, Abo und Limits).

1. Eingabe

Projekt und Vorhaben

  1. Projekttitel und Vorhabenstyp wählen. Der Typ bestimmt die UVPV-Schwelle und die typspezifischen Prüfaspekte. Passt keiner, «Sonstiges Vorhaben» wählen; die Pflicht wird dann als Einzelfall ausgewiesen.
  2. Bei Typen mit verifizierter Schwelle erscheint ein Feld für die massgebende Grösse (Parkfelder, Verkaufsfläche, Abbauvolumen, Leistung). Sofort nach der Eingabe zeigt das Formular JA, NEIN oder GRENZFALL mit der Anhang-Ziffer. Bei Grenzfällen und bei Typen ohne Schwelle steht die Einzelfallprüfung durch die kantonale UVP-Stelle an.
  3. Beschreibung: Betrieb, Verkehr, Emissionen, Bauphasen, Etappierung. Je konkreter, desto gezielter die Beurteilung. Die Beschreibung ist Datenmaterial für die KI, keine Weisung.
  4. Verfahrensstufe: Voruntersuchung (Standard) oder Hauptuntersuchung; sie steuert die Abklärungstiefe der Texte.

Standort

  1. Gemeinde eingeben und «Karte» drücken: die Karte zoomt dorthin. Kanton kontrollieren; er bestimmt, welches kantonale Verfahrensrecht und welche kantonalen Geodienste einfliessen.
  2. Auf der Karte den Referenzpunkt setzen. Die Koordinaten (LV95) erscheinen unter der Karte und lassen sich auch direkt eintippen.
  3. Optional einen Perimeter zeichnen oder als KML oder DXF hochladen. Mit Perimeter werden die Bundes-Layer flächig geprüft, inklusive Anteilen; ÖREB und kantonale Dienste bleiben am Referenzpunkt. Die Fläche wird aus dem Polygon berechnet.

Unterlagen

Bis zu drei Dokumente (PDF, Word, Text) lassen sich hochladen. Der Volltext geht mit ins Screening, serverseitig auf ein Zeichenbudget gekürzt und nach Relevanz gewichtet. Was eingeflossen ist, steht später unter «Grundlagen» im Ergebnis. Unterlagen werden nicht dauerhaft gespeichert; der Tiefenbericht sieht sie nicht mehr.

Start

«Screening starten» fragt die Geodaten ab und lässt die KI beurteilen, zusammen 30 bis 60 Sekunden. Solange das läuft, die Seite nicht verlassen. Das Formular bleibt im Browser-Tab gespeichert; ein Wechsel auf eine Seite der Leiste verliert keine Eingabe.

2. Relevanzmatrix

Oben stehen UVP-Pflicht, Triage-Hinweis und die Zählung relevant / eventuell / nicht relevant. Darunter die neun Schutzgüter, jedes mit Einstufung, massgebendem Kriterium und Begründung.

3. Massnahmen

Für jedes relevante oder eventuell relevante Schutzgut schlägt das Werkzeug Massnahmen vor: Standardmassnahmen aus dem Katalog des Vorhabenstyps und projektspezifische aus der Beschreibung, jeweils mit Typ (Vermeidung, Verminderung, Ausgleich), Kosten- und Umsetzbarkeitseinschätzung. Wo vorhanden, sind die sechs W (wer, was, wann, wo, weshalb, wie lange) und die Wirkungskontrolle ausgefüllt, angelehnt an die KVU-Checkliste. Dazu kommen Optimierungshinweise zur Raumempfindlichkeit des Standorts.

4. Bericht

«Neues Screening (zum Anfang)» setzt Ergebnis und Formular zurück. Der Fall bleibt unter Projekte (Verwaltung). Die Seitenleiste führt mit 01 Screening, 02 Voruntersuchung und 03 Bericht und Verfahren durch den offenen Fall; ohne offenen Fall lädt sie den zuletzt geöffneten oder führt zu Projekte.

Projekte und offene Prüfpunkte

Projekte listet alle Fälle des Kontos, neueste zuerst, mit Status und direktem Word-Export. «Ansehen» öffnet den Fall in der Relevanzmatrix; von dort sind Anpassen, Gegenprüfung und Tiefenbericht möglich. «Löschen» entfernt Projektangaben und Ergebnisse endgültig; ein anonymisierter Eintrag bleibt für das Monatskontingent.

Offene Prüfpunkte sammelt fallübergreifend, was die Prüfliste als offen oder nur teilweise belegt führt. Der rote Zähler in der Leiste zeigt die offenen Pflichtpunkte. Es gibt kein Abhaken: ein Punkt gilt als belegt, sobald das Screening dafür einen Befund hat, etwa nach einer Anpassung mit Begründung oder einer Gegenprüfung.

Hilfsmittel

Konto, Abo und Limits

Was das Werkzeug nicht tut

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