Das Wichtigste in Kürze:
- interessenabwaegung.ch wurde aus 57 eingereichten Vorhaben als Projekt der Innovation-Sandbox für KI des Kantons Zürich ausgewählt
- Weiterentwicklung gemeinsam mit dem Kanton, der Wissenschaft und weiteren Partnern — unter realen Bedingungen
- Im Fokus: Nachvollziehbarkeit, Rechtssicherheit, Datenzugang und Datenschutz bei KI-gestützter Interessenabwägung
- Alle Erkenntnisse werden öffentlich geteilt — hier im Blog und in den Formaten der Sandbox
Wir haben grosse Neuigkeiten: interessenabwaegung.ch wurde aus 57 eingereichten Vorhaben ausgewählt und ist ein Projekt der Innovation-Sandbox für Künstliche Intelligenz des Kantons Zürich. In den kommenden Monaten entwickeln wir das Tool gemeinsam mit dem Kanton, der Wissenschaft und weiteren Partnern weiter — unter realen Bedingungen und mit direktem Bezug zur behördlichen Praxis.
Kurz erklärt: Was ist die Sandbox?
Die Innovation-Sandbox für KI ist eine Testumgebung des Kantons Zürich, in der Unternehmen, Verwaltung und Forschung gemeinsam KI-Vorhaben umsetzen. Das Besondere daran: Sie arbeitet innerhalb der geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen, klärt regulatorische Fragen frühzeitig und ermöglicht den strukturierten Zugang zu neuartigen Datenquellen. Alle Erkenntnisse werden öffentlich geteilt — sie fliessen in Berichte, Veranstaltungen und langfristig in die Weiterentwicklung des Rechtsrahmens ein.
Anders gesagt: Statt KI im Labor zu erproben, wird sie am echten Anwendungsfall entwickelt — mit rechtlicher Begleitung und Datenzugang. Für ein Werkzeug wie interessenabwaegung.ch, das mitten in einem sensiblen behördlichen Prozess steht, ist das der ideale Rahmen.
Warum das gerade unser Tool betrifft
Die Interessenabwägung nach Raumplanungsgesetz gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben in Planung und Verwaltung: Sie verlangt sorgfältige Recherche, das Abwägen widerstreitender Anliegen, saubere Dokumentation und eine nachvollziehbare Begründung. Genau hier unterstützt interessenabwaegung.ch — und genau hier stellen sich die Fragen, die KI im öffentlichen Sektor so anspruchsvoll machen: Wie bleibt eine Entscheidung nachvollziehbar? Welche Daten dürfen genutzt werden? Wie bleibt der Mensch verantwortlich?
Diese Fragen lassen sich nicht am Reissbrett beantworten. In der Sandbox können wir sie am konkreten Fall klären — mit dem Kanton als Partner statt nur als Regulator.
Was wir jetzt gemeinsam angehen
In den kommenden Monaten arbeiten wir gemeinsam mit dem Kanton und den Partnern an vier Fragestellungen, die direkt auf die Praxis einzahlen:
- Nachvollziehbarkeit und Rechtssicherheit. Wie muss eine KI-gestützte Interessenabwägung aufgebaut sein, damit ihre Ergebnisse rechtssicher, überprüfbar und vor Behörden wie Gerichten belastbar sind — und die Entscheidhoheit beim Menschen bleibt?
- Datenzugang. Welche Datenquellen — Geodaten, Rechtsprechung, kantonale Datensätze — schaffen echten Mehrwert für die Abwägung, und unter welchen Bedingungen dürfen sie genutzt werden?
- Datenschutz und Vertrauen. Wie gehen wir mit sensiblen Informationen um, und wie schaffen wir die Transparenz, die Behörden und Bürgerinnen und Bürger zu Recht erwarten?
- Nutzen für die ganze Branche. Wie werden aus unserem Vorhaben übertragbare Erkenntnisse und Best Practices, von denen Gemeinden, Kantone und Planungsbüros in der ganzen Schweiz profitieren?
Was das für unsere Nutzerinnen und Nutzer bedeutet
Für Sie als Planende, Behörde oder Planungsbüro heisst das konkret: Wir entwickeln interessenabwaegung.ch nicht im stillen Kämmerlein weiter, sondern mit rechtlicher Begleitung und im engen Austausch mit dem Kanton. Das Ergebnis soll ein Werkzeug sein, dem Sie in einem rechtlich heiklen Prozess vertrauen können — weil Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Rechtssicherheit von Anfang an mitgedacht sind.
Und weil die Sandbox auf Offenheit setzt, werden wir unsere Erkenntnisse teilen — hier im Blog und in den Formaten der Sandbox.
Danke
Ein herzliches Dankeschön an das Sandbox-Team der Standortförderung im Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich und an alle Partner — vom ETH AI Center über die Universität Zürich (ITSL und Digital Society Initiative) bis zum Amt für Statistik und Daten. Wir freuen uns darauf, im Sinne von «Build & Share» gemeinsam verantwortungsvolle KI für Stadt und Raum zu bauen.
Bleiben Sie dran — wir halten Sie hier auf dem Laufenden.
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